Behinderten- und Freizeitsport-Verein Ascota Chemnitz e.V. - Rehabilitations-, Behinderten-, Freizeit-, Breiten- und Leistungssport
Pressespiegel
Sachsen Fernsehen vom 15.03.2010
Ascota Schwimmfest in Chemnitz
Mehr als 140 behinderte Schwimmer aus ganz Sachsen und Deutschland haben am Samstag am 11. Internationalen BFV Ascota Schwimmfest
in Chemnitz teilgenommen. Neben dem gastgebenden Verein nahmen daran auch Teams unter anderem aus Leipzig, Plauen, Magdeburg oder
auch Potsdam teil. Insgesamt schickten 20 Vereine ihr Schwimmer hier in den Wettbewerb. In allen Altersklassen und Schwimmstilen
wurde in der Schwimmhalle des Sportforums Chemnitz um die besten Platzierungen gekämpft. Bereits jetzt steht fest, dass es
im März im kommenden Jahres wieder ein solches Schwimmfest in Chemnitz geben wird, so hieß es zumindest von
Seiten der Veranstalter.
Blick Chemnitz vom 14.03.2010
Mit Handicap auf Medaillen-Jagd
131 Athleten aus 20 Vereinen waren gestern beim Ascota-Schwimmfest am Start
Chemnitz(JW). Ob Einschränkung oder nicht. Wenn es hart auf hart kommt, dann wird
sich nichts geschenkt. Mehr als 130 behinderte Schwimmer aus dem gesamten Bundesgebiet
kämpften gestern in der Schwimmhalle des Sportforums um Siege und Medaillen.
Für den BFV Ascota bedeutet die Ausrichtung des vereinseigenen Schwimmfestes viel.
"Für uns ist das der Jahreshöhepunkt.", sagt Vereinsvorstand Uwe Barth.
Sämtliche Teilnehmer hatten entweder eine körperliche, visuelle oder geistige Einschränkung,
gestartet wurde auf den verschiedenen Distanzen in zahlreichen Schadensklassen. "Damit
die Leistungen trotz der verschiedenen Behinderungen untereinander vergleichbar bleiben,
gibt es ein kompliziertes Punktesystem", erklärte Barth, der Schwimmen als den für behinderte
Menschen am besten geeigneten Sport überhaupt ansieht. "Man braucht keinerlei
teure Hilfsmittel. Fast jeder kann sich zudem über Wasser halten."
Als größtes Nachwuchstalent des Vereins gilt Freistilschwimmer Norman Flemming,
der zurzeit bei einem Jugendcamp (Paralympisches Jugendlager, Anm. d. BFV Ascota) in Vancouver
weilt. Aber auch dessen Bruder Christian sowie Pauline Schneider, die gestern beide
überzeugten, können vielleicht in die Fußstapfen von Maria Götze treten.
Die achtmalige Goldmedaillengewinnerin bei Paralympics war gestern ebenfalls in der Halle - mit
Baby Benjamin (zwei Monate alt). "Ich habe meine Karriere beendet, aber bald geht es zum
Babyschwimmen", erzählt sie. In der Medaillenpause durfte sich der BFV Ascota zudem
über eine Spende von 500 Euro freuen. Eine Seniorensportgruppe hatte das Geld über das gesamte
Jahr 2009 hinweg gesammelt. Mit der Summe soll nun ein neuer Materialwagen für Schwimmgeräte
in der Schwimmhalle Am Südring angeschafft werden, wo die BFV-Athleten trainieren.
Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 12.03.2010
131 Starter bei Ascota-Schwimmfest
Behindertensport. 131 Starter aus 20 Vereinen des gesamten Bundesgebiets
werden morgen zur elften Auflage des Schwimmfestes des BFV Ascota erwartet.
Der erste Startschuss in der Schwimmhalle des Sportforums ertönt um 10 Uhr.
"Chemnitz wird bei den Wettbewerben durch 45 Aktive repräsentiert", blickt
Vereinsvorsitzender Uwe Barth voraus. Insgesamt seien 409 Starts zu bestreiten.
Barth erwartet einen "hochkarätigen Wettkampf", zu dessen Gelingen
auch die ehrenamtlichen Helfer des BFV Ascota beitragen wollen.
Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 06./07.02.2010
Weltspitze in Kanada hautnah erleben
Behindertensport: Norman Flemming nimmt am 1. Paralympischen Jugendlager in Vancouver teil
Chemnitz (fp). Ein freudiger Aufschrei ging durchs Haus, als die alles entscheidende E-Mail eingetroffen war.
Norman Flemming vom Behinderten- und Freizeitsportverein (BFV) Ascota Chemnitz hat es tatsächlich geschafft:
Er nimmt als einer von insgesamt nur zwölf jungen Leuten aus Deutschland am 1.
Paralympischen Winter-Jugendlager in Vancouver teil. Vom 11. bis 22. März wird er bei den Paralympics,
den Olympischen Spielen für Versehrte, die Weltspitze im Behindertensport hautnah erleben. "Wir werden
natürlich die deutschen Starter anfeuern. Fünf verschiedene Sportarten schauen wir uns an.", erzählt
Norman Flemming voller Vorfreude.
Bei der Bewerbung für das Jugendlager mussten einige sportliche Leistungen nachgewiesen werden. Für den
17-jährigen Chemnitzer kein Problem. "Ich bin internationaler deutscher Nachwuchsmeister im
Behindertenschwimmen und habe ein paar deutsche Titel geholt.", berichtet Norman, der eine angeborene
Sehschwäche mit etwa 15 Prozent Sehkraft hat. Das nasse Element war schon immer sein Ding. In Nordrhein-Westfalen,
wo die Familie zwischenzeitlich wohnte, meldete er sich bei einem Schwimmverein an.
"Das war damals noch reiner Freizeitsport", erinnert sich Norman. 2004 ging es zurück
nach Chemnitz und seitdem hägt er sich leistungssportlich immer mehr rein. Von der Chemnitzer
Bundestrainerin Ute Schinkitz wurde das Talent inzwischen in die Jugend-Nationalmannschaft berufen,
wie seine Mutter Carmen Simon nicht ohne Stolz berichtet. "Frau Schinkitz hat Norman auch
animiert, ab Herbst dieses Jahres am Olympiastützpunkt in Leipzig zu trainieren. Dort hat er
einfach mehr und bessere Trainingsmöglichkeiten", erklärt Carmen Simon, die Schatzmeisterin
beim BFV Ascota ist. Zudem wird sich Ihr Sprössling zum Bürokaufmann ausbilden lassen. Den Wechsel
in eine andere Stadt sieht sie unproblematisch. "Norman ist kein Mama-Söhnchen", sagt die Mutter
und schmunzelt.
Doch zunächst steht Vancouver vor der Tür. Obwohl für den Trip ins Paralympische Jugendlager
950 Euro zuzuzahlen sind, habe es für die Familie keinen Zweifel gegeben, dass Norman mitfliegt.
"Ich freue mich auf alles dort, vor allem auf die Atmosphäre. Wir werden beispielsweise beim
Eishockey, Biathlon und den Mono-Skiwettbewerben zugucken", berichtet der 17-Jährige, der 2008
bereits das Paralympische Sommerlager in Peking besucht hat. Diese Reisen sollen auch einen Motivationsschub
für die eigene Laufbahn bewirken. In der Beziehung hat Norman Flemming viel vor. "Mein Ziel
ist es bei den Paralympics 2012 in London und 2016 in Rio zu starten", nennt er seine großen Vorhaben.
Blitzpunkt (Ausgabe Chemnitz) vom 30.01.2010
Flemming nach Vancouver
Behindertensport: Norman Flemming vom BFV Ascota Chemnitz nimmt am 1. Paralympischen Winter-Jugendlager
der Deutschen Behindertensportjugend (DBSJ) in Vancouver teil.
Nicht nur die internationale Weltspitze im Behindertensport wird
der Schwimmer hautnah erleben dürfen, sondern auch die deutschen
Teilnehmer anfeuern und teilweise persönlich kennen lernen.
Norman wird mit zwölf anderen Jugendlichen erst in Vancouver und dann in Whistler in der
Nähe zu den Wettkampfstätten wohnen. Diese Nähe zu den Wettkampfstätten
und damit die Möglichkeit möglichst viele Wettbewerbe zu erleben, wird sicher
zu einem einmaligen prägenden Erlebnis. In Whistler werden sie
dann auch mit Jugendlichen des amerikanischen Jugendcamps zusammentreffen.
Amtsblatt vom 25.11.2009
Swen Michaelis schwimmt Europarekord
Chemnitzer Aufgebot kehrt erfolgreich von den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften zurück
Vom 14. bis 15. November fanden in
Wuppertal die 8.Deutschen Kurzbahn-
Meisterschaften des Deutschen Behindertsportverbandes statt.
In den vergangen sieben Jahren
wurde diese Veranstaltung,
die ihre Geburtsstunde in
Chemnitz hatte, auch hier vom BFV Ascota Chemnitz ausgerichtet.
Der Schwimmclub entsandte eine Mannschaft von sieben körper-
und sehbehinderten Athleten
nach Nordrhein-Westfalen,
die sich dort mit Sportlern aus ganz
Deutschland messen sollten. Unter den
Aktiven fand sich auch der Paralympicsstarter
und Bronzemedaillengewinner
der Europameisterschaften 2009, Swen
Michaelis. Die Schwimmer des Vereins
konnten in fast allen bestrittenen Wettkämpfen persönliche Bestleistungen erringen.
Dies spiegelt sich in den 11 Gold-,
drei Silber, vier Bronzemedaillen und etlichen Deutschen Rekorden wieder.
Höhepunkt der Leistungen stellte der
neue Europarekord von Swen Michaelis
über 100 Rücken dar. In Sachen Nachwuchs kann der Verein ebenfalls zufrieden sein.
Der 16-jährige sehbehinderte
Norman Flemming wurde während der
Veranstaltung durch Bundestrainerin
Ute Schinkitz in den C/D-Kader der Nationalmannschaft Schwimmen des DBS
berufen. Dies stellt für den jungen
Schwimmer, der in die Fußstapfen des
ehemaligen Chemnitzer Paralympicsgewinners
Daniel Clausner treten will,
einen wichtigen Schritt in Richtung
Weltspitze dar.
Der Verein wird sein Möglichstes tun, ihn
dabei zu unterstützen. "Wichtiges Ziel
des Vereins ist dabei die Realisierung
einer hauptamtlichen Trainerstelle, da
das benötigte Trainingspensum allein
mit ehrenamtlichen Trainern nicht mehr
zu stemmen ist", erklärt Uwe Barth vom
BFV Ascota Chemnitz.
Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 31.10.2009
Medaillen für die Zukunft besonders wertvoll
Behindertensport: Swen Michaelis von Ascota Chemnitz bei der Schwimm-EM zweimal auf dem Podest
CHEMNITZ. Swen Michaelis von Ascota Chemnitz erkämpfte bei den Europameisterschaften der behinderten Schwimmer in Reykjavik zwei Bronzemedaillen (100 m Freistil, 100 m Rücken). Der 28-Jährige startet bereits seit 1997 international, wobei er nunmehr insgesamt 16 mal Edelmetall (Paralympics/2; WM/4; EM/10) auf seinem Konto hat. Mit dem Diplomfinanzwirt, der seit der Geburt an Dysmelie (Fehlbildungen von Gliedmaßen) leben muss, sprach nach der Rückkehr Martina Martin.
Freie Presse: Wie fällt Ihre persönliche EM-Bilanz aus?
Swen Michaelis: Insgesamt bin ich zufrieden und sehr froh, dass es mit den Medaillen trotz meiner Finger-Verletzung noch geklappt hat. Denn nach den ersten Tagen mit zwei vierten Plätzen war ich schon ein bisschen enttäuscht, obwohl meine Zeiten fast alle besser waren als bei den Paralympics in Peking 2008.
Freie Presse: Was hatte es mit der Verletzung genau auf sich?
Freie Presse: Im Vorlauf über 200 m Lagen habe ich so unglücklich angeschlagen, dass ich mir einen Kapselriss im linken Mittelfinger zuzog. Ich war danach ziemlich niedergeschlagen. Mit einem getapten Finger schwamm ich aber am nächsten Tag Bestzeit über 100 m Freistil und gewann meine erste Medaille. Da war ich überglücklich und erleichtert, denn an den Resultaten hängt ja auch viel für die Zukunft dran.
Freie Presse: Inwiefern?
Michaelis: Als Medaillengewinner besitzt man zum Beispiel beste Chancen, weiter im Topteam des Verbandes zu bleiben. Da kann man verkürzt tätig sein - bei mir sind es 75 Prozent - und die übrige Zeit zum Training nutzen. Den finanziellen Ausgleich erhält der Arbeitgeber dabei über die Sporthilfe. Das hilft uns enorm, sonst könnten wir nicht auf diesem Niveau schwimmen.
Freie Presse: Optimale Bedingungen für internationale Spitzenleistungen sehen jedoch anders aus?
Michaelis: Sicher, in Ländern wie England oder Brasilien wird der Behindertensport viel professioneller unterstützt. Auch die Ukrainer waren verwundert, als ich ihnen erzählte, dass ich arbeiten gehe. Sie würden nur schwimmen und schlafen. Zudem erhalten sie an Prämien für einen Paralympics-Sieg etwa eine zehnfach höhere Summe. Einiges hat sich bei uns auch verbessert.
Freie Presse: Dazu gehört sicher, dass seit einem Jahr die Chemnitzerin Ute Schinkitz erstmals eine hauptamtliche Trainerstelle besetzt?
Michaelis: Auf alle Fälle, denn vorher musste alles ehrenamtlich geregelt werden. Doch jetzt ist die Betreuung viel umfassender und intensiver. Wir arbeiten mit einer Sportpsychologin und einem Analysetrainer eng zusammen, haben intensive Leistungsdiagnostik und mehr gemeinsame Lehrgänge. Es hat sich alles schon ausgezahlt. Lagen wir in Peking im Vergleich der europäischen Länder nur auf Platz zwölf, so belegten wir mit 38 Medaillen dieses Mal Rang fünf.
Freie Presse: Gab es schon Gelegenheiten zum Feiern?
Michaelis: Noch nicht viele. Aber ich erlebte eine nette Begebenheit, als ich für die Skatrunde mit meinen Kumpels Getränke holte. Der Besitzer des Geschäftes erkannte mich und meinte spontan, dass er meinen Einkauf als Sponsor übernimmt.
Freie Presse: Wie sehen Ihre weiteren Vorhaben aus?
Michaelis: Langfristig bleibt mein Ziel, 2012 in London nochmals die Paralympics zu erleben. Bis dahin sind die WM 2010 in Eindhoven und die EM 2011 in Berlin die reizvollsten Ereignisse.
Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 26.10.2009
Zweimal Bronze für Swen Michaelis
Reykjavik. Swen Michaelis von (BFV) Ascota Chemnitz erschwamm bei den Europameisterschaften der behinderten
Schwimmer in Rekjavik (island)über 100 m Rücken und 100 m Freisil jeweils Bronze.Außerdem
erreichte er zwei vierte Plätze, wurde je einmal Fünfter und Sechster. "Ich bin mit den Ergebnissen
sehr zufrieden. Auf fast allen Strecken war ich schneller als bei den Paralympics 2008 in Peking.", freute
sich der 28-jährige. (MM)
Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 14.09.2009
BFV Ascota erhät Geldprämie
Der Behinderten- und Freizeitsportverein (BFV) Ascota hat im Rahmen des "3. Regio-Sportpreis" der
PSD Bank Sachsen 700 € gewonnen. Das Geld soll für die Anschaffung dringend benötigter
Übungsgeräte der Abteilung Wassergymnastik verwendet werden. "Mit diesem Sportangebot
spricht der Verein seit 10 Jahren insbesondere Menschen mit Gelenkbeschwerden, Haltungs- und Muskelschwächen,
Muskelschmerzen und Durchblutungsstörungen an", heißt es in einer Pressemitteilung (ms)
Sachsen Fernsehen vom 23.03.2009
BFV Ascota Schwimmfest 2009
Der Behindertensport wird oftmals nur beiläufig erwähnt - zu Unrecht eigentlich. Dass die
Behindertensportvereine auch hochklassige Talente hervorbringen zeigt beispielsweise der BFV Ascota
Chemnitz. Der hatte am Wochenende sein 10. Schwimmfest veranstaltet.
Zum mittlerweile traditionellen, international offenen Schwimmfest lud am vergangenen Samstag der
Behinderten- und Freizeitsport-Verein Ascota in das Chemnitzer Sportforum ein. Obwohl in diesem
Jahr leider keine ausländischen Starter gemeldet waren, konnte sich die Starterliste mit 15
teilnehmenden Vereinen und 100 Schwimmern aus ganz Deutschland trotzdem sehen lassen. Mit dabei
waren unter anderem die beiden Paralympics Teilnehmer Maria Götze und Swen Michaelis. Beide
schwimmen schon seit 17 Jahren und seit 1996 für den Chemnitzer Behinderten- und Freizeitsport-Verein.
Und während die 2-fache Medaillengewinnerin in Peking, Maria Gätze, ihre Leistungskarriere
mittlerweile beendet hat, schaut Swen Michaelis schon auf die kommenden Herausforderungen.
Und da kam es nicht unbedingt darauf an, jedes Rennen zu gewinnen, sondern vielmehr zu sehen wo man zur
Zeit steht und wie man sich im Vergleich mit anderen schlägt, so Michaelis. Seit einiger Zeit wird
im Behindertenschwimmsport ein Modus angewendet, der es wesentlich vereinfacht, die Leistungen der
verschiedenen Behinderungsgrade miteinander zu vergleichen. Swen Michaelis startet in der Klasse S6.
Dort gehen Schwimmer mit zum Beispiel fehlenden Gliedmaßen oder auch die Kleinwüchsige Maria Götze
an den Start. Beide hatten an diesem Tag keine neuen Bestzeiten aufgestellt, konnten aber trotzdem überzeugen.
Michaelis schwamm bei den 100m Rücken knapp über die 700-Punkte-Marke und Maria Götze verpasste bei den
50 sowie den 100 Metern Freistil nur knapp die 600er Marke.
Obwohl nicht alle Topschwimmer im Behindertenschwimmsport an diesem Wochenende in Chemnitz zu Gast waren, ist Organisator
Uwe Barth trotzdem mit der Beteiligung am 10. Schwimmfest der Ascota Chemnitz und den Leistungen der Sportler sehr zufrieden.
Wochenspiegel (Ausgabe Chemnitz) vom 14.03.2009
Internationales BFV Ascota Schwimmfest
(red.) Am 21. März findet in Chemnitz bereits zum 10. Mal in Folge das
Internationale BFV Ascota Schwimmfest statt. Der BFV Ascota Chemnitz e.V. wird, wie auch die Jahre zuvor,
erneut als Ausrichter fungieren und in der Schwimmhalle des Sportforums Chemnitz einen
hochkarätigen Wettkampf bieten. Erwartet werden neben den beiden Chemnitzer Athleten in Peking 2008, Maria Götze
(1x Silber, 1x Bronze) und Swen Michaelis auch weitere nationale und internationale Schwimmer. Wettkampfbeginn ist
10 Uhr. Weitere Informationen gibt es unter www.bfv-ascota.de.
Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 20.03.2009
Resonanz läßt nach
10. Schwimmfest von Ascota
Behindertensport. Die Schwimmhalle im Sportforum ist morgen Austragungsort
des internationalen Ascota-Schwimmfestes. Zur zehnten Auflage der Veranstaltung
haben sich mehr als 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland angekündigt. Unter
anderem auch die Chemnitzer Paralympics-Teilnehmer Maria Götze und Swen Michaelis.
Ab 10 Uhr können nicht nur die Profis ihr Können unter Beweis stellen, sondern
auch der Nachwuchs. "Der Wettkampf ist in erster Linie ein Freundschaftswettbewerb.
Zudem bietet er allen Sportlern eine gute Plattform sich mir der Konkurenz
zu messen", betont Organisator Uwe Barth. Einziger Wermutstropfen: Alle elektronisch
gemessenen Zeiten finden in diesem Jahr international keine Anerkennung. Wie Barth bestätigte,
gab es mit der Anmeldung des Wettkampfes beim IPC (Internationales Paralympisches Kommitee)
Probleme. Obgleich seiner Beliebtheit verzeichnet das Schwimmfest in den letzten Jahren rückgängige
Teilnehmerzahlen. "Und das, obwohl es in den Kalendern der Schwimmvereine ein fester Termin ist", beklagt der
Vereinsvorsitzende und fügt hinzu: "Aber bei der derzeitigen wirtschaftlichen
Situation überlegen sich viele Clubs zwei Mal, ob sie Geld für einen Wettkampf
ausgeben." Somit fehlen dem Schwimmfest diesmal vor allem Starter aus Tschechien
und Slovwenien. (fiedl)
Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 20.11.2008
Der Blick geht bereits in Richtung London 2012
Behindertensport: Schwimmer bei Titelkämpfen in Chemnitz auf Rekordjagd - Bundestrainerin Ute Schinkitz hofft auf mehr Unterstützung
Chemnitz. Kirsten Bruhn wollte es gar nicht glauben. Doch die elektronische Zeitnahme hatte es eindeutig festgehalten: Sowohl über 50 als auch über 100 Meter Brust erzielte die querschnittsgelähmte Athletin Weltrekorde. "Das hat mich schon selbst überrascht. Aber auf der Kurzbahn schwimmen wir nicht so oft, da weiß man nicht genau, wo man steht", meinte die 39-Jährige, die auch noch von ihrem hohen Niveau, dass sie sich für die Paralympics erarbeitet hatte, profitierte. In Peking gewann sie Gold und weitere fünf Medaillen, avancierte damit zur erfolgreichsten deutschen Schwimmerin.
Der Steuerfachangestellten aus Neumünster, die 1991 einen Motorradunfall erlitt, erhielt deshalb in der vergangenen Woche eine besondere Auszeichnung: Sie wurde auf der Grundlage einer Publikumswahl per Internet zur "Behindertensportlerin des Jahres" gewählt. Auch das kam für sie völlig unerwartet. "Ein sehr schönes Gefühl und eine große Anerkennung für mich", wertete Kirsten Bruhn, die in den vergangenen Wochen bei verschiedenen Anlässen mehrfach im Blickpunkt stand. Aber dennoch begann sie wieder mit dem Training. So war es für sie selbstverständlich, wie bisher jedes Jahr, zu den Meisterschaften nach Chemnitz zu fahren. "Ich bin wieder gern her gekommen. Die Organisation ist bestens, die Atmosphäre locker und familiär. Und man trifft nach längerer Zeit alle Leute wieder", begründete die Ausnahmeathletin, die mindestens bis 2012 aktiv bleiben will.
Besonders herzlich war dabei auch das Wiedersehen mit Ute Schinkitz, deren Kompetenz sie sehr hoch einschätzt. Die Chemnitzerin, die seit den Paralympics als Bundestrainerin die behinderten Schwimmer betreut, nutzte diese Titelkämpfe, um auch die Auswahlathleten persönlich zu treffen und weitere Hinweise für Aktivitäten der kommenden Monate zu geben. Die 47-Jährige war sichtlich froh darüber, wieder einmal am Beckenrand tätig zu sein. Denn bislang gab es meist nur E-Mail-Kontakte, da sie zunächst eine Menge Schriftkram zu erledigen hatte. Die Analyse der paralympischen Ergebnisse, die Jahresplanung, die Leistungssportkonzeption bis 2012, methodische Herangehensweisen und viele weitere Dokumente wurden verlangt.
"Wir müssen langfristig viel professioneller arbeiten, dazu brauchen wir aber vor allem mehr Geld", zeigt sie die Problematik auf und hofft, dass sich nach den vielen Versprechungen der Verantwortungsträger diesbezüglich etwas bewegt. Sie denkt vor allem an das Topteam, das ausgewählten Sportlern die Gelegenheit gab, zu Gunsten größerer übungsumfänge verkürzt zu arbeiten. Das war vor Peking ein Jahr möglich, mit Blick auf London sollte es diese Unterstützung aus ihrer Sicht schon ab Januar 2009 geben.
Davon möchte auch der Chemnitzer Swen Michaelis profitieren, der jetzt erst einmal wieder im Vollzeitjob als Finanzwirt tätig ist und somit nur einmal täglich trainieren kann. Deshalb zeigte er sich mit seinen Meisterschaftsergebnissen, wo er im Vergleich aller Klassen (Punktetabelle anhand der Weltrekorde) einmal Gold über 400 m Freistil und dreimal Silber (200 m F, 2 Staffeln) gewann, sehr zufrieden. "Auch weil es in Peking nach meinen gesundheitlichen Problemen nicht wie erhofft klappte, ist mein Ansporn groß, die Paralympics 2012 noch einmal anzupeilen" will der 27-Jährige bis dahin noch einmal alles seinem Sport unterordnen. Im nächsten Jahr sind die EM in Island und die Kurzbahn-WM in Brasilien lohnende Ziele.
Seine langjährige Teamgefährtin Maria Götze verschwendet darauf jedoch keine Gedanken mehr. Sie hat zwar mit ihm zuletzt in der Vorbereitung auf die Heim-Meisterschaft wieder mehrfach trainiert und jetzt bei den Titelkämpfen nochmals vier Medaillen (je zwei Silber und Bronze) gewonnen, doch an ihrem internationalen Karrierenende hält sie fest. "Wenn ich wieder dabei bin, dann kribbelt es schon. Aber meine Entscheidung bleibt", gab die Steuerfachangestellte, die jetzt erst einmal eine Familie gründen möchte, zu. (MM)
Sachsen Fernsehen vom 16.11.2008
Deutsche Meisterschaften in Chemnitz
Dass man trotz eines Handicaps große Leistungen bringen kann, wurde am Wochenende in Chemnitz gezeigt. Zum wiederholten Mal fand hier die Deutsche Kurzbahnmeisterschaft der Behinderten statt. Und bei diesem Schwimmereignis waren die Chemnitzer Teilnehmer wieder weit vorn mit dabei. Auf den ersten Blick ein Schwimmwettbewerb, wie jeder andere. Erst auf den zweiten wird erkennbar, dass hier Behinderte auf den Bahnen unterwegs sind. In der Schwimmhalle am Südring in Chemnitz fanden am Wochenende die inzwischen siebenten Deutschen Kurzbahn - Meisterschaften des Deutschen Behinderten Sportverbandes statt. Erneuter Ausrichter dafür war der BFV Ascota Chemnitz, der auch diesmal mit einer großen Teilnehmerzahl aufwarten konnte.
Nicht zu vergessen die mehr als 20 Kampfrichter. Es ist einiges, was der Chemnitzer Behinderten- und Freizeitsportverein auf die Beine stellt. Teilnehmer aus Sachsen, wie zum Beispiel Leipzig aber auch aus dem gesamten Bundesgebiet suchen hier ihre Besten. Mit dabei auch die Chemnitzer Schwimmerin Maria Götze, de bereits bei den Paralympics in Peking mit dabei war. Für sie haben diese Deutsche Meisterschaften einen ganz besonderen Stellenwert.
Die Zuschauer bei diesem Wettkampf auf den 25 Meter Bahnen kommen meist aus den eigenen Reihen. Geschuldet ist das bei diese Deutschen Meisterschaften der Kurzbahnen in erster Linie dem Platzangebot in der Schwimmhalle. In allen Schwimmarten suchen die Behinderten aus dem gesamten Bundesgebiet hier ihre Besten. Bei mehr als 170 Teilnehmern wird der Wettkampf daher auf zwei Tage gelegt. Zeit um auch mal wieder alte Bekannte zu treffen, denn die Schwimmer sind auch bei den Behinderten wie eine große Familie. Unterstützt wird der Chemnitzer Verein bei der Durchführung auch vom Bundesverband, allerdings ist das der geringste Teil. Viel wird selbst beigesteuert, zahlungskräftige Sponsoren sucht man hier leider oftmals vergebens. Doch die behinderten Sportler stört das nur am Rande. Denn auch für sie zählt, wie in allen Sportarten, egal ob Behindert oder Nichtbehindert, der olympische Gedanke, Dabei sein ist Alles.
Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 14.11.2008
Paralympics-Teilnehmer in Chemnitz
Deutsche Schwimm-Titelkämpfe
Chemnitz. Die besten Schwimmer aus dem deutschen Behindertenbereich sind am Wochenende in Chemnitz zu Gast. Bereits zum siebenten Mal ist der BFV Ascota Ausrichter der nationalen Kurzbahnmeisterschaften. Insgesamt werden in den Kinder-, Jugend-, Erwachsenen- und Seniorenklassen rund 180 Starter erwartet. "Das ist wieder ein neuer Teilnehmerrekord", freute sich Organisationschef Gunter Thiele über die erneut große Resonanz. Von ihm kam einst die Idee zu diesen Titelkämpfen im Winter, seit der ersten Auflage hat er alle Fäden in der Hand. "Bis auf die internationale Meisterschaft auf der Langdistanz im Frühjahr gab es für die Behinderten damals kaum Wettkämpfe. Das habe ich im Verband einfach mal angesprochen. Und von Beginn an ist die Sache gut angekommen", berichtete der Chemnitzer, der auch als Trainer Sportler mit Handikap betreut. Angekündigt hat sich bis auf wenige Ausnahmen die gesamte nationale Spitze. Für die Paralympics-Starter ist es dabei das erste Kräftemessen nach dem Saisonhöhepunkt. Kirsten Bruhn aus Neumünster, die in Peking Gold sowie weitere vier Medaillen gewann und jetzt als deutsche Behindertensportlerin des Jahres ausgezeichnet wurde, ist die prominenteste Teilnehmerin. Auch Lokalmatadorin Maria Götze, die in China zweimal auf dem Podest stand, wird trotz der Verkündung ihres Karriere-Endes nochmals um Meriten kämpfen. Für den Chemnitzer Swen Michael sind die Meisterschaften indes schon eine wichtige Standortbestimmung für die kommenden Höhepunkte. (MM)
Zeitplan: Sonnabend, 10-17 Uhr; Sonntag, 10-14 Uhr; Wettkampfstätte: Schwimmhalle am Südring.
Sachsen Fernsehen vom 16.11.2008
Empfang für Paralympicsteilnehmer
Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig hat am Freitag die Chemnitzer Paralympicsteilnehmer feierlich empfangen.
Am Freitagnachmittag hieß sie die beiden Schwimmer Maria Götze und Swen Michaelis im Rathaus willkommen. Zu Ehren ihrer sportlichen Leistungen in Peking haben sich beide Sportler in das Goldene Buch der Stadt Chemnitz eingetragen.
Maria Götze hatte in der chinesischen Hauptstadt eine Silber- und eine Bronzemedaille gewonnen. Mit diesen Erfolgen verabschiedet sich Götze jetzt erst einmal auf unbestimmte Zeit aus der Welt des Sports. Die Ausnahmeathletin möchte sich in nächster Zeit verstärkt ihrer Familie widmen.
Amtsblatt vom 10.09.2008
Amtsblatt vom 01.10.2008